Unsere Diskussionsforen

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag

Auf unserer Website „theologie-naturwissenschaften.de“ werden pro Jahr vier bis sechs Leitartikel von prominenten Autoren aus dem Themenfeld Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften veröffentlicht. Wir laden Sie ein, zu diesen Leitartikeln ins Gespräch zu kommen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit je einer prägnanten These pro Leitartikel. Der weiterführende Link führt Sie dann direkt zum Leitartikel. Dort können Sie einen direkt unter dem Artikel einen Diskussionsbeitrag schreiben und ins Gespräch kommen.

Die Himmel verkünden...

Juan Casanovas SJ erklärt in seinem Artikel das Modell der Kalenderberechnung seit frühen Zeiten. Leuchten Ihnen seine Ausführungen ein?

Evolutionstheologie

Gott – und insbesondere, wie er den Menschen geschaffen hat – muss man sich der Ansicht von Wolfgang Schreiner nach etwas anders vorstellen als vielleicht zuvor. Was halten Sie von seinem Ansatz?

Der Fall Bruno in (altem) neuen Licht

Überzeugen Sie die Argumente von Alberto A. Martinez, dass die Katholische Kirche Giordano Bruno wegen astronomischer Ansichten verurteilt hatte? Was sagt das Ihrer Ansicht nach über das Verhältnis von Wissenschaft und Religion aus?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Berta M Moritz
13.02.2019 10:55:49
Beide in Gruppe B aufgeführten Claims werden nicht aufgrund kosmologischer oder naturwissenschaftlicher Implikationen als Häresie aufgefasst, sondern aufgrund der tiefen theologischen Bedeutung: bei den Vielen-Welten geht es um die Frage, ob Christus dann einmal oder 2x oder noch öfter als Wort Gottes inkarniert wurde. Andere vor ihm, zB Bischof Grosseteste im mittelalterlichen England haben auch mit Vielen-Welten hypothetisiert, und zwar in streng kosmologischem Kontext. Natürlich gab es da noch keine Inquisition, aber durchaus kirchliche Verurteilungen.

Was wohl theologisch noch schwerer als Häresie wiegt, ist, den Hl. Geist als Anima mundi zu sehen. Auch dies ist eigentlich ein Claim der Kategorie A und deutlich gnostisch.

Ich sehe also keine Veränderung der Sachlage. Er ist nicht der "Märtyrer der Naturwissenschaften", zu dem er gerne von manchen hochstilisiert wird (man denke an die Neuauflage der TV Show Cosmos).

Was ist das entscheidende Datum im Zusammenhang von Weihnachten?

Für Rainer Hirsch-Luipold besteht die Pointe des Festes darin, dass sich nach christlicher Lehre ein Zeitpunkt in der Geschichte angeben lässt, wann sich Gott selbst in Welt und Geschichte hineinbegeben hat – wenn auch nicht auf den Tag genau. Halten Sie seine Argumentation für plausibel? Und welches Datum ist Ihnen am wichtigsten oder für sie am überzeugensten?

Kontrolliert Gott die Schöpfung?

Wie sollen wir über Gottes Gegenwart in der Schöpfung denken? Wie über jemanden, der auf einem Turm steht und auf unbedeutende Kreaturen im Fluss der Geschichte hinabsieht?

Die Frage der Anthropodizee

Warum soll Leben weitergegeben werden, wenn doch jedes Leben ohnehin nur leidet und letztlich sinnfrei wieder stirbt?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Klaus Stampfer
10.07.2018 19:26:00
Gesellschaftliche Prozesse sind sehr verzahnt und beeinflussen sich gegenseitig. Somit ist es schwierig die Geburtenrate auf die Religiosität der Einwohner zu reduzieren. Kann es nicht sein, dass die Rolle der Frau, das Verhältnis zur Sexualität, die Einkommens- und Wohnsituation, staatliche Familienförderprogramme und die gesellschaftliche Wertschätzung von Kindern und Eltern, um nur einige zu nennen, entscheidende Faktoren für die Geburtenrate sind? Bestimmt korrelieren diese Faktoren mehr weniger stark mit der Religiosität der Menschen. Aber folgt daraus, dass es mehr Geburten geben würde, wenn die Leute nur gläubiger werden würden und die anderen Faktoren gleich bleiben? Ich bezweifle es. Wie stark nicht religiöse Faktoren die Geburtenrate beeinflussen zeigt die Entwicklung in China, von den politisch gewollten hohen Geburtenraten in den 1960er Jahren bis zur Ein-Kind-Politik in den Jahrzehnten danach.

Ihre eigenen Überlegungen zum „Evokids“ Projekt

Heinz Herrmann Peitz berichtet, wie die nationale Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, 2017 wie auch schon im Vorjahr die „Evokids“-Initiative fördert, eine Vorverlagerung des Evolutionsunterrichts bis in den Grundschulbereich hinein. Für den Religionsunterricht ergeben sich damit neue Herausforderungen aber auch die Gelegenheit, mit SchülerInnen früh- und rechtzeitig ein „Sowohl-als-auch“ von Schöpfung und Evolution zu erarbeiten und einem „Einbruch“ des Gottesglaubens durch die Konfrontation mit den Naturwissenschaften vorzubeugen. Was ist ihre Position hierzu?