Theologie und Naturwissenschaften – sind das nicht Gegensätze?

Einführung von Andreas Losch

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Die verbreitete Auffassung, Theologie und Naturwissenschaften seien zueinander gegensätzlich wie Feuer und Wasser, ist ein Mythos. Die historische Entwicklung und Auseinandersetzung der beiden Disziplinen, auch im Falle Galileis und Darwins,  ist wesentlich vielschichtiger und daher auch spannender als diese Auffassung nahelegt.

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Sprachverwirrung und Mehrheitsgott. Gedanken zu einer Religion der Versöhnung durch KI

Roberto Simanowski

Stellen Sie sich vor, Sie könnten problemlos mit einer Italienerin, einem Ägypter und einer Chinesin sprechen. Am besten mit allen zugleich. Und alle würden Sie in ihrer eigenen Muttersprache hören! Stimmt, das geht längst. Es gibt Apps, die Ihre Worte in Echtzeit ins Italienische, Arabische oder Chinesische übersetzen. Das Pfingstwunder gehört mittlerweile zur technischen Grundausstattung unserer digitalen Kommunikation. Das Pfingstwunder, als den Aposteln der Heilige Geist erschien und sie anfingen, in Sprachen zu predigen, die sie sie nie gelernt hatten.

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In welche Zukunft führt die Künstliche Intelligenz?

Editorial von Frank Vogelsang

Diskussionen zur Künstlichen Intelligenz gibt es zurzeit an vielen Orten der Gesellschaft. Das zurecht, denn ohne Zweifel handelt es sich bei den Systemen Künstlicher Intelligenz um eine sehr mächtige und folgenreiche technologische Entwicklung. Aber welche Folgen wird ihre Einführung in die unterschiedlichen Sphären von Gesellschaft und Kultur konkret haben? Wie sind sie einzuschätzen?

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Hansjörg Hemminger und Andreas Beyer, Was kann Naturwissenschaft und was nicht?

Die Grundlagen naturwissenschaftlicher Erkenntnis in der Diskussion

Am 12. Februar 1809 wurde Charles Darwin geboren. Im gleichen Jahr publizierte Jean-Baptiste de Lamarck die erste echte Evolutionstheorie, in der er die Vererbung erworbener Eigenschaften postulierte (Lamarckismus). 1859 erschien das Hauptwerk Charles Darwins „On the Origin of Species…“, in dem ihm die Zusammenfassung aller damals ersichtlichen Argumente für die Abstammungslehre gelang, mithin also auch für ein langes Erdalter, eine lange Naturgeschichte der Lebenswelt, für die Verwandtschaft aller Lebewesen und ihren gemeinsamen Ursprung. Darwins kausale Erklärung der Evolution, die Theorie der natürlichen Zuchtwahl (Selektionstheorie), erläuterte die Entstehung von Zweckmäßigkeit in der Natur durch Naturprozesse. Heute beschreibt die kausale Evolutionstheorie das komplizierte Wechselspiel von Genetik, Ontogenese (individuelle Entwicklung) und Ökologie in immer besserer Auflösung. Ihr Theoriegefüge ist eingebettet in die Standardtheorien der Kosmologie, in die Geologie, in die Biochemie, in biochemische Hypothesen zum Übergang von unbelebter Materie zum Leben usw. Eine indirekte Konsequenz der modernen Evolutionstheorie ist, dass sie sich immer weiter von der Alltagserfahrung und dem Vorstellungsvermögen des Laien entfernt.

>>Lesen Sie den ganzen Text, in der ausführlichen Fassung nur auf dieser Webseite.

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